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Zehn Teaser-Tipps für Ihr Content Marketing

Der Content-Marketing-Kellner serviert nur die besten Teaser.

Juhu, ein Nutzer hat auf Ihren Teaser geklickt und ist auf Ihrer Webseite gelandet – ob der Besucher von einer Suchmaschine oder Social Media zu Ihnen gelangt ist, spielt zunächst keine Rolle. Im Idealfall verweilt er dort jetzt lange, ruft mehrere Seiten auf, lädt PDFs runter, trägt sich für den Newsletter ein oder kauft Ihre Produkte. Dann geht Ihre Content-Marketing-Strategie auf. Teaser, also Anreisser, sollten Ihrer Zielgruppe Appetit auf Ihr Angebot machen. Und mit den folgenden zehn Tipps für das Texten perfekter Teaser machen Sie ihr nicht nur Appetit, sondern Heisshunger!

Tipp 1: Reiz, These, Cliffhanger

Im Idealfall spielt sich im Kopf des Lesers folgender Gedankengang ab: „Huch, das ist ja interessant! Das wusste ich noch gar nicht. Das muss ich lesen!“ Dieses Kopfkino entsteht besonders dann, wenn Sie Signalwörter an den Anfang des Teasers setzen, zum Beispiel Superlative und Aufzählungen. Folgt ein spannendes Thema, das Sie nicht vollständig erklären, entsteht ein Cliffhanger. Diese kennen Sie sicherlich durch TV-Serien, die mit einer dramatischen, aber dennoch unvollständigen Vorschau enden. Wie häufig haben Sie sich gedacht, „Okay, diese Folge noch“? Erwischt! Und genau dieses Phänomen wenden Sie am besten auf Ihren Teaser und Ihr Content Marketing an.

Tipp 2: Kurze Sätze

Verzichten Sie im Teaser (oder generell beim Texten für Online) auf Bandwurmsätze! Nutzen Sie stattdessen Hauptsätze mit einem einfachen Satzbau. Und aus verschachtelten Relativsätzen machen Sie besser zwei kurze Hauptsätze. Negativ-Beispiel: „Der VW-Bulli, das beliebte Automodell, das schon in den 70er-Jahren ein Hipster-Mobil war, geht jetzt noch einmal in die Produktion.“ Schreiben Sie besser: „Der VW-Bulli ist schon seit den 70er-Jahren ein Hipster-Mobil. Jetzt geht das beliebte Automodell nochmal in Produktion.“ Ab wann ist ein Satz ein Bandwurmsatz? Wenn er mehr als 15 Wörter und mehr als ein Komma enthält.

Tipp 3: Vertraute Begriffe verwenden

Nutzen Sie nur Wörter, die auch Lieschen Müller verstehen würde. Unbekanntes Fachvokabular schreckt viele Leser ab. Und im Übrigen ist auch das Suchvolumen nach Fachvokabular wesentlich geringer. Wer sucht schon nach einem Kraftfahrzeug, wenn er ein Auto kaufen möchte?

Tipp 4: Aktiv formulieren

Aktive Formulierungen sind für den Leser reizvoller als passive. Denn hier erfährt er direkt: Wer tut was? Passivformulierungen mit „wird“ und „werden“ verschleiern hingegen oft, wer eigentlich der Handelnde ist. Schreiben Sie statt „Lamas dürfen gefüttert werden“ besser „Sie dürfen Lamas füttern“.

Tipp 5: Eine klare Aussage treffen

Wer tut was wann und wo? Der Nutzer muss direkt erfassen können, um was es geht. Natürlich muss nicht jeder Teaser eine Zeit- und Ortsangabe enthalten. Wenn diese aber zum Verständnis des Textes notwendig sind – her damit! Der Text „Prognose für 2020: Frankfurter Flughafen ächzt unter Passagier-Ansturm“ macht direkt klar, worum es geht. Hingegen wäre „68.5 Millionen Fluggäste werden für 2020 erwartet“ sehr implizit und damit weniger ansprechend.

Tipp 6: Quellen- und Altersangaben weglassen

Natürlich können und sollten Sie Ihre Quellen offenlegen, erst recht, wenn diese dem Nutzer einen Mehrwert bieten. Das muss aber nicht schon im Teaser geschehen – es sei denn, diese sind für die Aussage des Textes von Belang. Sie haben einen Experten für Ernährung zu einem Thema interviewt? Prima! Dann schreiben Sie: „Ernährungsexperte warnt vor…“ Aber schreiben Sie nicht „Herr Professor Doktor Müller Lüdenscheid, Facharzt für Gastroenterologie, 52 Jahre, …“ Denn ist Herr Lüdenscheid nicht auch ausserhalb von Fachkreisen bekannt, interessiert sich der Leser weder für seine Titel noch für sein Alter oder gar seinen Namen.

Tipp 7: Einzigartig sein

Dieser Tipp ist mitunter am schwierigsten. Denn hier benötigen Sie Kreativität. Versuchen Sie, häufig genutzte Redewendungen zu vermeiden. Zum Beispiel: „Immer mehr Menschen…“ oder „Wissenschaftler haben festgestellt…“

Tipp 8: Spannung durch Interpunktion

Gedankenstriche und Doppelpunkte animieren den Leser zum Mitdenken – aber nur, wenn sie Sinn ergeben. Das beste: Sie sparen Platz und Wörter.

Tipp 9: Fragen nur in Ausnahmefällen stellen

Fragen sind nur dann erlaubt, wenn sie sich entweder an den Nutzer richten  („Wie gut kennst du den King of Pop?“) oder der Content die Frage beantwortet („Grillen – Was ist erlaubt und was nicht?“). Eine Frage, die der Text nicht beantwortet, enttäuscht Ihre Leser. Dass ein Nutzer Ihre Seite dann noch einmal besucht oder sich weiter in Ihrem Content-Marketing-Angebot fortbewegt, ist unwahrscheinlich.

Tipp 10: Die richtige Zeitangabe

Nutzen Sie ausschliesslich Präsenz oder Partizip und Perfekt in Ihrem Teaser – andernfalls lassen Sie das Verb lieber ganz weg (siehe „Interpunktion“) . Das heisst: „der Sommer hat begonnen“ oder „der Sommer beginnt“ – aber nicht: „der Sommer begann“ oder „der Sommer hatte begonnen“. Denn warum sollte sich der Leser für etwas in der abgeschlossenen Vergangenheit interessieren? Durch die Verwendung von Präteritum („begann“) oder Plusquamperfekt („hatte begonnen“) wertet der Teaser die Aktualität Ihres Contents herab. Vermeiden Sie daher Formulierungen im Teaser wie etwa: „Im Juni begann der Sommer – lesen Sie jetzt, warum Sonnenschutz wichtig ist.“

Besonderheiten von Online-Texten

Im Vergleich zu Print-Medien wird klar: Online-Nutzer lesen anders, sie scannen – und entscheiden innerhalb von Sekunden, ob sie weiterlesen oder wegklicken. Sie lesen die Texte nicht Wort für Wort, sondern zunächst nur die erste Zeile. Danach überfliegen sie den Text vertikal nach unten. Titel und Zwischenüberschriften scannen sie ebenfalls, daher sind diese für den Erfolg Ihres Contents zusätzlich sehr wichtig. Aus diesem Grund sind Page Title und H1-Tags nicht nur wichtig für die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen, sondern auch für Ihre Webseiten-Besucher.

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