Web Analytics

Gründe für fehlende Daten in Google Analytics

Missing Data

Sie haben ein detailliertes Analytics-Setup erstellt – und dennoch fehlt ein Teil der Daten in Analytics? Zum Beispiel Conversions, bei denen Sie im Vergleich zu den anderen genutzten Systemen wie etwa Google Ads deutliche Diskrepanzen erkennen? Oder im schlimmsten Fall wird Traffic nicht gewertet, den Sie in seinem Ausmass noch nicht einmal identifizieren können. Dieses Problem taucht häufiger auf, daher erklären wir Ihnen in diesem Blog Post, was die Ursachen sein könnten.

Browser blockieren Tracking

Es gibt Internetbrowser, die das Tracking standardmässig blockieren. Webseiten-Besucher, die diese Browser verwenden, müssten das Tracking manuell einschalten, um in Analytics erfasst zu werden. Zu den Browsern zählen zum Beispiel Firefox und Safari. Apple wehrt sich damit gegen das „Cross-Site Tracking“, bei dem Nutzer immer wieder identifiziert werden können, wenn sie Webseiten besuchen, auf denen ein entsprechender Third Party Cookie integriert ist. Und auch der neue Microsoft Edge Browser enthält die Funktion, die das Tracken von Drittanbietern, und damit viele Anzeigen, blockiert.

Da laut Statista im September 2019 rund 10% aller Nutzer Firefox standardmässig als Browser genutzt haben, rund 7% Safari und 5% Edge, sind in Analytics Abweichungen von rund 22% realistisch.

Änderungen an Ihrer Website

Sie haben Änderungen an der Webseite vorgenommen und nun funktioniert das Tracking nicht mehr? Die Fehler können hier so spezifisch sein wie ein HTML-Element, das geändert oder entfernt wurde. Der Klassiker: Nach einem Relaunch wurden die Tracking-Codes vergessen. Prüfen Sie diese daher am besten schon vor dem Live-Schalten der neuen Webseite.

Die Cookies werden verweigert

Besonderheit für fehlende Daten in Europa: Hier verlangt die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) die Einwilligung für Cookies für alle Webseiten-Betreiber. Für den Betrieb der Webseite unbedingt notwendige Cookies benötigen zwar keine aktive Einwilligung – über diese muss nur informiert werden. Hingegen müssen sowohl Cookies für Marketing- und Targeting-, als auch für Performance-Zwecke (zum Beispiel Google Analytics) vom Nutzer selbst aktiviert werden.

Ad Blocker

Wir gehen davon aus, dass rund 50% der installierten Werbeblocker Google Analytics blockieren. Da die Nutzung von Werbeblockern je nach Region ungefähr bei 15-20% liegt, dürften Ihre in Analytics gesammelten Daten etwa 10% vom realen Ergebnis abweichen.

Tracking Code an falscher Stelle eingebaut

In alten Empfehlungen zum korrekten Einbau des Google Analytics Tracking Codes wird oft empfohlen, den Tracker am Ende des Quellcodes einzubauen, um die Seitenladegeschwindigkeit zu erhöhen. Doch mittlerweile weiss man, dass durch die späte Ausführung des Tracking Codes manche Nutzertransaktionen gar nicht von Analytics mitgemessen werden. Denn: Einige Nutzer haben die Seite bereits wieder verlassen, bevor es zur Ausführung kommt. Daher empfehlen wir den asynchronen Tracking Code von Google: Der eine Teil des Codes kommt in den head, der Rest des Snippets in den body. Insgesamt kam es Schätzungen zufolge durch den Wechsel vom alten Tracker auf den neuen asynchronen Code zu „Datenverbesserungen“ von 5 bis zu 20%.

Dark Traffic

Dark Traffic ist weniger ein Problem fehlender Daten als fehlinterpretierter Daten. Wie kommt es dazu? Angenommen, Ihr Kollege schickt Ihnen via Mail einen Link: Wenn Sie diesem folgen, wertet Google Analytics den Zugriff als Direct Traffic.

Sie werden nie in der Lage sein, den Anteil des Dark Traffic vollständig zu identifizieren, aber durch die Verwendung von UTM-Parametern, die Erstellung eines Direct Traffic Segmentberichts in Google Analytics und der Recherche nach ungetaggten Kampagnen in den Sozialen Medien haben Sie ein viel besseres Verständnis dafür, woher Ihr Traffic kommt.

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