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Datenschutz und Compliance im Online-Marketing: Was Sie berücksichtigen sollten

Data Privacy

Die Wichtigkeit der Thematik Datenschutz und Compliance nimmt aktuell weiter zu, da die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU (General Data Protection Regulation – GDPR) ab dem 25. Mai 2018 anzuwenden ist.

Aus diesem Grund ist es im Moment wichtiger denn je, sich die Frage zu stellen, ob Ihr Online-Marketing mit den neuen Vorschriften konform ist.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Compliance Ihrer Online-Marketing-Strategie vor allem von zwei Arten von Vorgaben abhängt:

  1. Gesetzliche Grundlagen, wie zum Beispiel die Datenschutz-Grundverordnung der EU
  2. Branchenspezifische Vorgaben und Regulierungen

1. Gesetzliche Grundlagen – Datenschutz

In diesem Zusammenhang ist aktuell insbesondere das Inkrafttreten der neuen Datenschutz-Grundverordnung der EU (GDPR) relevant. Diese gilt für alle Online-Marketing-Massnahmen, die sich an Personen aus der EU richten. Haben Sie also auf Ihrer Webseite Nutzer aus der EU oder richten Sie Ihre Kampagnen auf den DACH-Markt aus, ist Ihr Unternehmen davon betroffen.

Zudem werden sich die Datenschutzrichtlinien in der Schweiz ebenfalls verschärfen und sich an die europäischen Vorgaben anlehnen. Das Schweizer Datenschutzgesetz stammt aus dem Jahr 1993 und wird aktuell überarbeitet, um den technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen gerecht zu werden. Der aktuelle Gesetzesentwurf zum neuen Datenschutzgesetz in der Schweiz ist jedoch etwas wirtschaftsfreundlicher ausgefallen und nicht so streng wie die EU-Datenschutz-Grundverordnung.

Spätestens bis zum 25. Mai 2018, wenn die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung anzuwenden ist, sollten Sie sicherstellen, dass Sie in allen Online-Marketing-Kanälen die gesetzlichen Bestimmungen einhalten. Da die neue Datenschutz-Grundverordnung insbesondere das Sammeln von persönlichen Daten im Fokus hat, sollten Sie in Ihrem Online-Marketing die folgenden Bereiche überprüfen:

  • Kampagnen und Themen Ihrer Online-Marketing-Massnahmen
  • Angebot von Services auf der Webseite, die Daten sammeln (Kontaktformulare, Logins, Newsletter-Anmeldungen, Live-Kommentare, Informationsweitergabe von Drittparteien etc.)
  • Einsatz von Tools und Software zur Datensammlung, beispielsweise Web-Analyse-Tools oder Marketing Automation Tools
  • Implementierung und Inhalt von Nutzungsbedingungen, Privacy Notice und Cookie Notice

2. Branchenspezifische Vorgaben und Regulierungen

In regulierten Branchen wie der Finanz- oder Pharma-Industrie sind es spezifische Vorgaben und Regulierungen, die die Online-Marketing-Strategien beeinflussen. In der Finanzbranche sind beispielsweise das Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLGEG) in der Schweiz und ab dem 1.1.2018 die neuen Vorgaben von MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive) in der EU massgebend.

In der Pharmabranche gibt in der Schweiz das Heilmittelgesetz vor, welche Medikamente beim Endkonsumenten beworben werden dürfen, während für Fachwerbung der Pharmakodex massgebend ist.

Zudem bestehen weitere Vorgaben durch die Werberichtlinien der einzelnen Online-Marketing-Kanäle. So erlaubt beispielsweise Google AdWords kein Retargeting für bestimmte Produkte wie verschreibungspflichtige Medikamente, Angebote die sich auf finanzielle Probleme beziehen (z.B. Sofortkredit) oder alkoholische Produkte.

Wenn Sie für das Online-Marketing in einer regulierten Branche zuständig sind, sehen Sie sich also mit einer Vielzahl von Einschränkungen konfrontiert. Trotzdem können Sie mit etwas Kreativität effektive Online-Marketing-Strategien implementieren, die konform sind. Folgende Optionen stehen Ihnen beispielsweise zur Verfügung:

  • Brand-Kampagne: Stärkung Ihres Brands durch eine digitale Branding-Kampagne.​
  • Content-Marketing: Erstellen von für die Zielgruppe relevanten Inhalten, die frei zugänglich sind (ohne Disclaimer oder rechtliche Einschränkungen). Sie können sich mit Inhalten wie Guides, Whitepapers, Expertenmeinungen oder News-Berichten zu aktuellen Geschehnissen oder Marktentwicklungen als Experte positionieren.​
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO): Für frei zugängliche Webseiten-Inhalte sollten Sie sicherstellen, dass diese suchmaschinen-freundlich aufbereitet sind.
  • Lead-Generierung: Generieren Sie Leads über Verlosungen oder Events (zum Beispiel Roundtables oder Vorträge).​
  • Suchmaschinenwerbung (SEA): Alle oben aufgeführten Massnahmen können Sie über bezahlte Suchmaschinenwerbung, zum Beispiel mit Google AdWords oder Bing Ads, vermarkten, um eine möglichst grosse Zielgruppe zu erreichen.​
  • Social Media: Auch über Social Media können Sie Ihre Inhalte und Ihre Branding- und Lead-Generierungs-Kampagnen organisch vermarkten und bei Bedarf mit bezahlter Werbung wie beispielsweise Facebook Ads die Reichweite erhöhen.

 

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