So testen Sie Ihr Web Analytics Setup: Eine Anleitung in drei Schritten

So testen Sie Ihr Web Analytics Setup

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31. August 2017

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Wenn Sie eine neue Analytics-Implementierung aufsetzen oder ein Problem mit einer bestehenden Implementierung haben, ist das Testen Ihres Analytics Setups ein wichtiger Schritt im Analytics-Prozess. Es kann manchmal schwierig sein, diese Prüfung in Ihrem Analytics-Tool vorzunehmen. Live-Webseiten-Zugriffe können Ihre Test-Daten verfälschen oder es kann länger dauern, bis Daten in Ihrem Analytics-Tool sichtbar sind. Falls Ihr Setup fehlerhaft ist, sehen Sie eventuell auch überhaupt keine Daten in Ihrem Analytics-Tool.

Glücklicherweise gibt es aber einige Tools, die Sie für die Prüfung und das Debuggen Ihres Analytics-Setups nutzen können.

In diesen Blog Post zeigen wir Ihnen einen Drei-Schritte-Prozess mit drei verschiedenen Tool-Arten, um Ihr Analytics Setup zu testen.

Google Analytics Event Tag

In unserem Beispiel nutzen wir einen Google Analytics Event Tag, der alle Outbound-Links messen soll. Der Tag ist in Google Tag Manager aufgesetzt und wir wollen sicherstellen, dass er richtig funktioniert, bevor wir ihn live schalten.

Obwohl wir einen neu aufgesetzten Tag im Beispiel benutzen, kann dieser Prozess natürlich auch für bestehende problematische Tags genutzt werden.

Schritt 1: Prüfen des Page Load Tags

Im ersten Schritt stellen wir sicher, dass der Google Analytics Page Load Tag richtig auslöst. Ohne diesen Tag können Sie keinen Event an Google Analytics senden.  Um den Page Load Tag zu prüfen, können Sie den Google Tag Assistant benutzen, ein Tool, das Google kostenlos anbietet.

Mehrere Web-Analytics- und Online-Marketing-Anbieter wie Google bieten Ihre eigenen Tools für das Testing und Debugging an.  Diese Tools sind normalerweise am hilfreichsten für einfache Prüfungen wie die Prüfung eines Page Load Tags oder eines Advertising-Pixels. Wir schauen uns die Chrome-Extension für den Google Tag Assistant im Detail an.

Google Tag Assistant

Wenn Sie Google Analytics oder Google AdWords nutzen, lässt sich mit dem Google Tag Assistant schnell prüfen, ob die Tags richtig auslösen. Die Extension des Google Tag Assistants sehen Sie in der Toolbar Ihres Browsers. Der Google Tag Assistant zeigt Ihnen, ob ein Google Page Load Tag, ein Google AdWords Conversion Pixel, der Google Tag Manager Code oder ein DoubleClick Pixel richtig auslösen auf jeder Seite, die Sie besuchen.

Wenn Sie den Google Tag Assistant anschauen und Sie sehen den Google Analytics Tag nicht, wissen Sie, dass er auf der Webseite noch eingefügt werden muss. Wenn Sie den Google Analytics Tag jedoch sehen, können Sie weitergehen zum nächsten Schritt.

Andere Anbieter:

Andere Anbieter wie Facebook und Twitter verfügen über Ihre eigenen Extensions. Sie finden diese Extensions im Chrome und Firefox Store.

Schritt 2: Prüfen des Tag Setups

Im nächsten Schritt möchten wir feststellen, ob der Tag im richtigen Moment auslöst. Hierfür benutzen wir den Preview Mode in Google Tag Manager.

Google Tag Manager Preview

Wenn Sie Ihre Tags in Google Tag Manager erstellen, ist der Google Tag Manager Preview Mode ein hervorragendes Tool für das Testen und Debuggen. Ist der Google Tag Manager Preview Mode aktiviert, öffnet sich ein Preview-Kästchen auf allen Seiten Ihrer Webseite. In diesem Preview-Kästchen sehen Sie für jede Aktion, welche Tags auf Ihrer Webseite auslösen. Sie sehen auch, wieso ein Tag ausgelöst wurde oder warum ein Tag nicht funktioniert, der eigentlich auslösen sollte. Zudem sehen Sie für jede Nutzeraktion die Werte im Data Layer und in den Variablen. Mit diesen Informationen lassen sich Probleme mit der Live-Version Ihres Google Tag Manager Containers prüfen oder noch unpublizierte Tags testen.

Für unser Beispiel können Sie den  Google Tag Manager Preview Mode aktivieren und Ihre Webseite öffnen. Sie können dann auf einen Outbound-Link klicken und schauen, ob der Tag richtig auslöst. Wenn der Tag nicht richtig funktioniert, können Sie das Preview-Kästchen benutzen, um herauszufinden, warum der Tag nicht funktioniert. Ansonsten können Sie weitergehen zum dritten Schritt.

Andere Anbieter:

Wenn Sie ein anderes Tag Management Tool nutzen wie beispielsweise Adobe Dynamic Tag Management oder Tealium, bieten diese Anbieter Ihre eigenen Preview Modes an.

Schritt 3: Prüfen, dass die richtigen Daten geschickt werden

Der letzte Schritt bei der Prüfung Ihrer Tags besteht darin, sicherzustellen, dass der aufgesetzte Event tatsächlich an Google Analytics geschickt wird. Sie können hier auch festlegen, dass keine von Ihren Tags doppelt auslösen.

Dazu nutzen wir ein Tool eines Drittanbieters. Tools wie Google Tag Assistant sind hilfreich, um schnell zu prüfen, ob ein bestimmter Tag auf der Webseite geladen wird. Der Preview Mode des Google Tag Managers ist zudem wichtig für den korrekten Aufbau Ihrer Tags und Triggers. Diese Tools zeigen aber nicht alle Daten, die an Ihr Web Analytics Tool geschickt werden. Zudem zeigen sie die Daten nicht, die direkt durch Ihren Webseiten-Code ausgelöst werden und nicht in einem Tag Manager hinterlegt sind.

Mit Drittanbieter-Tools ist dies jedoch alles möglich. Mit einem solchen Tool können Sie mit einem Blick sehen, welche Tags auf Ihrer Webseite ausgelöst wurden. Wir nutzen dafür Omnibug, unser Lieblings-Tool für die Tag-Prüfung.

Omnibug

Omnibug ist eine Browser-Extension, die Ihrer Developer-Tools-Console einen neuen Tab hinzufügt. In diesem Tab sehen Sie eine Liste der Tags, die auf Ihrer Webseite ausgelöst wurden. Sie sehen Page View Tags, Event Tags und Marketing-Pixel verschiedener Anbieter.

Ominbug kann zudem so eingerichtet werden, dass diese Tag-Liste auch bei einem Page Load nicht überschrieben wird. Das kann hilfreich sein, wenn Sie Tags wie den Outbound Link Tag testen möchten. Denn wenn Sie auf den Outbound Link klicken, kann es sein, dass die neue Seite so schnell geladen wird, dass Sie nicht sehen, welche  Tags im Google Tag Manager Preview geladen wurden.

Um den Outbound Link Tag fertig zu testen, können Sie Omnibug in den Developer-Tools Ihres Browsers öffnen und auf einen Outbound Link klicken. Sie sollten danach einen neuen Eintrag in der Omnibug-Liste sehen.

Wenn Sie auf diesen Eintrag klicken, sehen Sie alle Details für diesen Tag. Sie sehen hier auch alle anderen Tags, die auf dieser Seite ausgelöst wurden.

Wenn Sie hier sehen, dass ein Tag doppelt auslöst wurde oder die Daten im Tag falsch sind, können Sie zurückgehen und den Fehler korrigieren.

Falls alles richtig ausgelöst wurde, können Sie Ihren Tag veröffentlichen ohne Sorge, dass etwas falsch läuft.

Omnibug ist für Chrome und Firefox erhältlich. Es gibt aber auch verschiede andere gute Alternativen, die Sie in Ihrem Browser-Store finden können.

Falls Sie Fragen zum Analytics Testing haben, schreiben Sie unten einen Kommentar oder senden Sie mir eine E-Mail.

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